Der Hüttlin-Kugelmotor

   
     
Schon während der Entwicklung des Hüttlin-Schwenkkolbenmotors kam der Wunsch bei Herbert Hüttlin auf, auch ein dieseltaugliches Antriebsprinzip zu entwickeln, denn die Tendenz in der Automobilindustrie geht zunehmend in diese Richtung.

So wurden während der Konstruktion und dem Bau des derzeitigen Prototypen Optimierungen mit diesem Ziel durchgeführt. Daraus entstanden neue Ideen, die zu weiteren Patentanmeldungen führten.

Noch war Herbert Hüttlin mit den Ergebnissen nicht zufrieden.

Die nicht umkehrbaren physikalischen Fakten und Erkenntnisse aus der Kinematik des "Hüttlin-Schwenkkolbenmotors" lassen nur eine max. theoretische Verdichtung von 10:1 zu. (Die praktisch gemessenen Werte liegen noch darunter.)

 
Videos zum Kugelmotor

Eine Erhöhung der daraus resultierenden Kommpressionswerte würde sich nur mit der Vorschaltung einer entsprechenden Druckerhöhungseinrichtung (Lader, Kompressor) realisieren lassen, die aber ganz und gar gegen die beabsichtigte Vereinfachung des Systems sprechen würde.

Hierin sind auch die Beweggründe für die intensiven und weitergehenden Entwicklungsbemühungen durch Dr. h.c. Hüttlin zu sehen, die schliesslich zu der Idee "Hüttlin-Kugelmotor®" geführt haben.


Die Tatsache, dass Dieselmotoren infolge technischer Verbesserungen und Verfeinerungen mehr und mehr ökonomische und ökologische Akzeptanz unserer Gesellschaft gefunden haben, vermittelte Herbert Hüttlin das Gefühl, mit dem "Hüttlin-Schwenkkolbenmotor" möglicherweise schon halbwegs im Abseits zu stehen, bevor dieser richtig fertig ist.

Denn der "Hüttlin-Schwenkkolbenmotor" war nicht als Diesel konzipiert worden. Seine Optimierung in diese Richtung erschien aufgrund der flachen Brennräume und dem komplexen Dichtungssystem prinzipiell nicht machbar.


Immer wieder stellte H. Hüttlin sich die Frage, ob nicht etwa die Dreidimensionalität die Antwort für ein ausgewogenes, kinematisches Spiel hervorbringen könnte, bei dem die bewegten Massen evtl. sogar von zwei mittleren Achsen getragen werden. Sollte dies gelingen, so war sein Gedanke, dann hätten wir nicht nur massensymmetrische Bewegung geschaffen, sondern auch sämtliche Fliehkräfte in ihrer Wirkung aufgehoben. Die Aufhebung, das Nichtwirksamwerden der Fliehkräfte müsste dann automatisch Reibungen, bzw. in bisher gewohnter Grössenordnung Reibflächen erst gar nicht mehr entstehen lassen.


So entstanden im Hüttlin-Kugelmotor®

Eine weitere Vision war immer wieder, ein kinematisches Zusammenspiel bewegter Motorenkomponenten zu schaffen, welches von sich aus in der Lage ist, sozusagen als Nebenprodukt von Form und Funktion, neben den 4 Otto-typischen Arbeitsräumen zusätzliche Druckräume zu bilden, welche die jeweils betroffene Ansaugkammer mit einem entsprechenden Ladevordruck versehen.

Wenn dies gelingt, so kann auf den Anbau jeglicher Druckerhöhungssysteme, wie z.B. Ladeluftkompressoren, Turbolader etc. verzichtet werden, war sein Gedanke. Wenn diese Druckkammern dann auch noch die Aufgabe der Innenmotorkühlung übernehmen, dann ist ein weiteres technologisches Etappenziel erreicht.

So entstanden im Hüttlin-Kugelmotor®

   
Zusammenfassend darf festgestellt werden, dass mit dem Hüttlin-Kugelmotor® folgende Visionen ihre Verwirklichung finden können:
1. Realisierung, bzw. Beibehaltung symmetrischer Massen über den ganzen Drehzahlbereich.
2. Aufhebung der Fliehkräfte durch mittige Lagerung bewegter Massen auf zwei verschiedenen, im Winkel von 90° zueinander stehenden Kugelachsen.
3. Die Schaffung von Vordruckräumen zur Erhöhung des Ladeluftdruckes der Ansaugkammer.
4.

Kühlung aller, dem Feuer abgewandten Innenmotorflächen durch das eingeführte Frischgas.

5. Herstellung der für die Verbrennung von Diesel- und Biokraftstoffen erforderlichen hohen Kompression.
6. Weitere Vereinfachung im System: kleine Kugeln haben eine kleine Leistung, grosse Kugeln haben eine grosse Leistung.
7. Auch sog. Mehrfach-Anordnungen von Hüttlin-Kugelmotor®en sind möglich. (Reihe-,Boxer-,Stern-,V-Anordnung)




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